Erkenntnis

Hungrig aß ich Äpfel

Vom Baum im Garten eben

Vor diesem schönen Apfelbaum

Wurd ich zum erlesenen Verbrecher

Vom Verächter zum Vertilger

Trage nun

Eine neue Last

 

 

Spät

Ein zart gestrichener Abend

Ein bisschen Liebe und Hingabe

Licht gestalteter Freiraum

Vorfreudenphänomene

 

Trampolinsprünge der Fragen

Wo kommen wir, wieso, woher?

Licht gestaltete Raumzeit

Denkgesprächsunversehrt

 

Träume von Äpfeln, verliebt bin ich auch

Ein zart gestrichener Abend

 

 

Der traurige Philosoph

Noch ahnt ein Philosoph und gibt sich keine Blöße

Er schreibt und schreibt, notiert, notiert

Sein Denken völlig inspiriert

Er denkt und denkt und schreibt und schreibt

Sein Großhirn hat sich aufgeheizt

Wortgewaltig fasst er Mut

Erlesen sein Gedankengut

vollkommen die Gedankenflut

Was er durchschaut, es ruht

Geordnet nun, doch unverkannt

Notiert in Schrift, nun jahrelang

Für Immer, wär ihm lieb, doch schnieft

Da ihn doch niemals jemand liest

 

Schandgedicht

Nur

Ein Wort

Da waren’s zwei.

Da waren es drei.

und sofort

Ende.